Sascha Wollentin

 

Aktualisierung folgt noch!

Mein Name lautet Sascha Wollentin und ich komme aus der schönen Stadt Magdeburg im Bundesland Sachsen-Anhalt. Ich bin ausgebildeter staatlich geprüfter Kinderpfleger und staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger(Betreuer von körperlich, geistig und seelisch behinderten Menschen). Man kann eigentlich sagen, dass ich im Aquarium geboren bin, denn seit meiner Geburt bin ich untrennbar mit der Aquaristik verbunden.

 

 

Am 14.03.1988 erblickte ich das Licht der Welt und nach 7 Tagen im Kreissaal, zusammen mit meiner Mutter, ging es zu meiner Oma, denn dort wohnten meine Eltern noch bei den Eltern meines Vaters. Stellen Sie sich das vor: 4 Erwachsene wohnten zusammen in einer kleinen 3-Raum-Wohnung und dann kam auch noch ich kleiner Hosenmatz dazu. Direkt aus der Klinik kam ich in das Zimmer meiner Eltern und dort direkt in mein Körbchen. Ich schlief trotz des Brummens der Membranpumpe, die daneben lag. Von dort an hatte ich durch meinen Vater stets Kontakt zu Fischen.

Im Sommer 1988 zogen meine Eltern und ich in eine eigene Wohnung. Leider hatte diese Wohnung kein Kinderzimmer, sondern nur ein Verbindungszimmer zwischen Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur. Dieses Verbindungszimmer wurde geteilt mit Hilfe der Eisenbahnplatte meines Vaters und so entstand ein Zimmer, das zu einer Hälfte als Kinderzimmer und zur anderen Hälfte als Aquarienzimmer diente. Dort wohnten wir bis 1997 und ich half seit meinem 5. Lebensjahr meinem Vater beim Wasserwechsel. 1996 fand mein Vater den Aquarienverein Vallisneria Magdeburg e. V. und war jeden 2. und 4. Freitag im Monat zum Vereinsabend und übernahm dort den Infostand auf der Börse und die Position des Schatzmeisters. Ich selbst war noch zu klein um mit auf diese Vereinsabende zu gehen.

1997 wurde unser Wohnhaus saniert und wir zogen in das Hinterhaus des Gebäudes um. Aufgrund von Platzmangel kamen die Aquarien wieder in mein Kinderzimmer. Schon wieder musste ich das Brummen der Membranpumpen ertragen. 1998 war ich das erste Mal mit zum Vereinsabend und wurde dort herzlich empfangen. Von da an startete auch mein Vereinsleben.

2000 zogen wir in unser gebautes Eigenheim um und ich war endlich die Aquarien los. Da wir von da an genug Platz hatten fing ich an meine eigenen Aquarien in unserem Aquarienkeller aufzustellen. Mein erstes Aquarium war ein 54-Liter-Becken mit Guppies. Ich bin so froh gewesen, denn endlich konnte ich meine eigenen Tiere pflegen. Natürlich blieb es durch den Nachwuchs bei den Guppies nicht nur bei einem Becken, denn schnell mussten Aufzuchtbecken her um die kleinen Jungtiere groß zu ziehen. Aber auch die Jungtierbecken reichten nicht, denn ich hatte soviele Nachzuchten, dass ich nicht mehr wusste wohin mit den ganzen Tieren. Also spielte mein Vater Glaser und klebte mir 2 Becken mit jeweils einer Trennscheibe in der Mitte, damit ich auch noch Männchen und Weibchen von einander trennen konnte. Aufgrund einer Krankheit und hohem Sterbeausfall bei meinen Guppies schaffte ich diese wieder ab und ein Vereinskamerad verkaufte mir etwas ganz Besonderes, nämlich Wildguppies mit dem Namen Poecilia reticulata Endler. Ganz begeistert von diesen Tieren züchtete ich wieder Guppies in Massen und das Schöne daran war, dass die Zoohändler die Nachzuchten dieser Wildguppies abkaufen wollten.

Natürlich reichte ein Wildguppystamm nicht aus, ich wollte einen zweiten Zuchtstamm haben. So kam es das wir mit dem Helmstedter Aquarienverein in den großen Zoo nach Arnheim/Niederlande fuhren und ich mich während der Busfahrt mit der Vereinsvorsitzenden des Braunschweiger Aquarienvereins Riccia über meine Suche nach weiteren Wildguppies unterhielt und sie sagte, dass sie jemanden kennt der auch Wildguppies züchtet. Ein paar Wochen nach dem Arnheimausflug rief sie mich an und gab mir die Adresse und Telefonnummer des Herrn, der die Wildguppies haben sollte. Angerufen und 2 Wochen später fuhren wir schon zu ihm nach Braunschweig. Nun hatte ich einen weiteren Wildguppystamm aus Venezuela. Aber auch der 2. Stamm reichte mir nicht, denn ich entdeckte in einem Internetforum den Guppy Japanblue-wild. Hierbei handelte es sich um einen gezüchteten Guppy der irgendwo in einem Kühlwasserfluss von einem Atomkraftwerk in Japan ausgesetzt wurde und sich in seine natürliche Wildguppyform zurück entwickelte, seine Farbe aber behielt. Ich nahm dann Kontakt mit der Administratorin auf und sie verkaufte mir ihre Ausstellungstiere von der Grünen Woche in Berlin. Völlig begeistert von diesen Tierchen rissen mir die Zoohändler die Nachzuchten aus den Händen.

Mit 15 Jahren hielt ich es dann nicht mehr aus in einem Zimmer zu leben ohne Aquarium. Also nervte ich solange meine Eltern bis sie mir diesen Wunsch zu meinem 16. Geburtstag erfüllten und ich ein 140-Liter-Aquarium in meinem Zimmer aufstellen konnte. Erst habe ich in diesem Aquarium Wildguppies gehalten, aber das war nicht lange von Dauer. Ich kaufte mir von meinem Zoohändler(Sammys Futterschüssel) und auch Vereinsfreund 6 Tiere von Microgeophagus altispinosus die in dieses Becken kamen. Am 26.09.2004 war es dann auch endlich soweit, dass ich meine Mitgliedschaft im Aquarienverein Vallisneria Magdeburg e. V. antrat. Leider bemerkte ich erst, als die Microgeophagus altispinosus ausgewachsen waren, dass sie einen genetischen Fehler hatten und alle Jungtiere ein eingedrücktes Maul aufwiesen. Enttäuscht schaffte ich diese Tiere wieder ab. So suchte ich lange nach etwas Neuem für mein Aquarium.

In der Zwischenzeit entdeckte ich im Herbst 2006 in der Ausgabe 6/2006 der Zeitschift "Aquaristik" vom Dähne-Verlag einen Artikel von Herrn Jörg Albering über eine Neueinfuhr in Deutschland von Bujurquina sp. "Bolivien". Ich verliebte mich sofort in diese Tiere und musste sie haben, also setzte ich Himmel und Menschen in Bewegung um diese Tiere zu bekommen, nur um zu erfahren, dass der werte Herr Albering in Österreich wohnt. Ich fand dann glücklicherweise die E-Mailadresse von ihm im Internet und er konnte mir weiterhelfen. Herr Albering hatte mir dann die E-Mailadresse eines Herrn Krahnefeld, Vorsitzender des AK "Großcichliden", gegeben. Leider hatte Herr Krahnefeld noch keine Nachzuchten von diesen Tieren, aber er brachte einen weiteren Namen hervor, und zwar Herr Schreiber, der Kassierer von AK "Großcichliden", der Nachzuchten haben sollte. Der 3. Anlauf brachte dann endlich den ersehnten Erfolg, denn Herr Schreiber hatte Nachzuchten für mich, aber leider waren die Tiere erst frisch geschlüpft. Nun hieß es warten bis die Tiere eine Größe erreichten um sie abholen zu können. Dieser Tag war dann endlich am 3.2.2007 erreicht. Ich holte die 12 Jungtiere, die gerade mal eine Größe von 1 cm hatten, zusammen mit meinem Vater in Roßlau bei Herrn Schreiber ab. Nun stellte sich aber die Frage, wohin mit den Tieren, wenn sie geschlechtsreif werden? Ich hatte kein Aquarium für die Tiere, denn ich hatte in der Zeit, in der ich die Bujurquina groß ziehen musste, bei meinem Zoohändler etwas anderes für mein 140-Liter-Aquarium bekommen, nämlich Cryptoheros nanoluteus. Aufgrund dieses Problems musste ein weiteres Aquarium in mein Zimmer. Ich setzte mich mit unserem Glaserfreund von Glastechnik Kittner in Verbindung und bestellte mir ein Aquarium mit den Maßen 80 x 30 x 45, wo die Tiere dann auch hineinkamen.

Einige Wochen vor der großen Zajac-Messe in Duisburg 2006, fing meine Mutter an Garnelen und Krebse haben zu wollen. Mein Vater war davon nicht so begeistert und fragte sich, was meine Mutter mit "Salatbeilagen" wollte. Auch ich war davon nicht begeistert. Meine Mutter kaufte sich ein Regal und Becken, in denen die Wirbellosen Platz finden sollten. Als erstes kaufte sich meine Mutter Neocaridina davidi var. red, gefolgt von Tiger- und Hummelgarnelen und Zwergkrebsen. Mein Vater war dann aber sehr schnell doch beeindruckt von diesen Tieren und machte mit. Auf der Zajac-Messe kaufte meine Mutter sich noch Cherax sp. "Blue Moon", somit war ihre Wirbellosensammlung komplett. Meine Eltern fuhren noch im April 2007 zum Wirbellosentreffen nach Lehrte(Sievershausen) um dort mehr über Wirbellose zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Ich fuhr nicht mit, weil ich von Wirbellosen nicht viel hielt. Dummerweise bereute ich diese Entscheidung sehr schnell, denn bei mir kam 2 Wochen nach diesem Treffen komischer Weise ein Sinneswandel und ich wollte auch Garnelen und Krebse. Seit dem züchte ich mit Erfolg Garnelen und Cherax peknyi. Meine Endler-Guppies und meinen Wildguppystamm aus Venezuela habe ich aus Interessenmangel der Zoohändler und Käufer dann abgeschafft um auch Platz für die Garnelen zu schaffen. Nur von dem Japanblue-wild Guppy besitze ich noch einige Tiere, als Erinnerung an die alten Tage meiner Anfangszeit.