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Liebhaber nennen diese Krebsart in Abkürzung des wissenschaftlichen Namens "CPO". Es handelt sich um eine orangefarbene Zuchtform von Cambarellus patzcuarensis.
CPOs können in einer Gruppe von mehreren Tieren bereits in kleineren Becken gehalten werden. Ausgehend von Standardmaßen empfiehlt sich ein Becken von 60 x 30 x 30 cm. Wir halten unsere Zuchtgruppe in einer Spezialanfertigung von 44 x 40 x 20, da im Gegensatz zu Fischaquarien die Größe der Grundfläche die entscheidendere Rolle spielt.
Die Vergesellschaftung mit kleinen Fischen ist möglich, Jungtiere werden dann aber kaum durchkommen.
Die Männchen sind untereinander oft recht aggressiv. Außerdem sind CPOs kannibalisch veranlagt. Es kann passieren, dass ein Artgenosse, der bei der Häutung nicht schnell genug aus der Exuvie herausschlüpfen kann, von den anderen Tieren aufgefressen wird.
Bei uns hat es sich bewährt, in die CPO-Becken einen Kalkstein zu legen. Dieser hält auch bei einem selteneren Wasserwechsel die Karbonathärte und den pH-Wert konstant, was sich bei uns in einer weitaus geringeren Sterblichkeit und einer besseren Vermehrungsfreudigkeit bemerkbar gemacht hat.
Die Aufzucht der Jungen stellt sich in der Regel nicht schwierig dar. In einem Becken mit genügend Mulm und Laub werden immer Jungtiere durchkommen, soweit keine Fressfeinde vorhanden sind.
Wichtig bei der Haltung von Krebsen ist es, dass kupferfreies Leitungswasser zur Verfügung steht. Sollten in Ihrer Wohnung Wasserleitungen aus Kupfer verlegt worden sein, dann empfiehlt sich die Anschaffung eines Reiser- oder Carbonit-Leitungswasserfilters. Mit den im Zoohandel erhältlichen Messreagenzien sind die für Krebse bereits gefährlichen Kupfermengen noch nicht nachweisbar. Auch die Wirkung von Schwermetalle bindenden Wasseraufbereitern ist fraglich. Vorsicht ist auch beim Einsatz von Pflanzendüngern geboten, wenn diese Kupfer enthalten. Kupfer-II-Sulfat ist hingegen unschädlich. Bitte halten Sie aber die Dosierungsmengen ein.
Bitte pflanzen Sie keine neu erworbenen Wasserpflanzen direkt in das Krebs-Aquarium, da diese, soweit sie aus dem Handel stammen, oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden und Sie damit Ihre Garnelen vergiften können. Solche Pflanzen sollten vorher einige Tage gewässert werden.
Achten Sie außerdem darauf, dass diese Art weder direkt noch indirekt mit Krebsen aus Nordamerika in Berührung kommt (z. B. die Gattungen Cambarus, Cambarellus, Procambarus, Orconectes). Die nordamerikanischen Krebse sind immun gegen die gefährliche Krebspest, fungieren aber als Überträger. Die Krebse aus Europa und Australien hingegen sind nicht immun und erkranken daran. Diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar.
Setzen Sie diese Krebse auch bitte nicht in den Gartenteich, da sie von dort aus in unsere heimischen Gewässer abwandern können !!!
Weitere Informationen unter:
Wirbellose.de
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